Cartoons bei Licensegarden
Seit 2009 ist die Agentur Licensegarden exklusiver Ansprechpartner für die Cartoons von Karsten Weyershausen.

  Wallpapers
Wer seinen Computer so richtig schön verschandeln will, wird hier sicher fündig.



Kerle im Klimakterium unterwegs: Pünktlich zum Erscheinen ihres neuen Buchs gehen Holger Reichard und Karsten Weyershausen auf Lesetour.

08. November 2012
Zum gemütlichen Pattkopp, Bruchstieg 7, Braunschweig. Beginn: 20.00 Uhr

24. November 2012
Rauchs Café & Bar,
Musik: Robert Wood. Langenstr. 74, Bremen, Beginn: 20.00 Uhr

01. Dezember 2012
Kulturladen Röthenbach,
Musik: Talking Strings. Röthenbacher Hauptstr. 74, Nürnberg. Beginn: 20.00 Uhr

09. Januar 2013
Team Nordstadtbraut, Hahnenstr. 12, Hannover. Beginn: 20.00 Uhr

29. Januar 2013
Zentralbibliothek Wolfsburg, (Alvar-Aaltohaus),
Porschestr. 51, Wolfsburg.
Beginn: 19.00 Uhr

Weitere Termine in Planung.




 

»111 Gründe, erwachsen zu werden« Ist es wirklich so schlimm, erwachsen zu wer- den? Ein Leben als großes Kind bringt nämlich auch einige Nachteile mit sich. Besonders für die Mitmenschen!


»Männer und andere Missverständnisse!« erklärt Frauen, wie Männer wirklich sind. Gibt es über Männer etwas zu lachen? Die Antwort findet sich in diesem Buch!



Ständig werde ich von Menschen angerufen, die wissen möchten, ob ich nocht lebe: »Na, Du hast schon so lange nichts Neues auf Deiner Homepage veröffentlicht«. Dabei bin ich nur fleißig! Seit Jahresbeginn habe ich zum Beispiel fast 100 neue Cartoons gezeichnet. Dazu kommen Illustrationen, Cover und vieles mehr. Da bleibt für Online-Geplänkel wenig Zeit, Freunde. Ein alter Mann ist eben kein D-Zug, wie mein Opa zu sagen pflegte.


Im Handel:
Wer in Wolfsburg wohnt und trotzdem nicht die Nase voll hat, für den gibt es »Lupi liebt Wolfsburg«, mein Wimmelbuch, das ich bereits an dieser Stelle vorgestellt habe. Das gute Stück kann man seit einigen Wochen hier Online bestellen.


Noch im Handel:
Die beiden Bände Für Hundeliebhaber und Für Katzenliebhaber. Kurioses, Seltsames und Merkwürdiges aus der Tierwelt, mit vielen bislang unveröffentlichten Cartoons und Illustrationen. Wer hier nicht zum Hunde- und Katzenflüsterer wird, ist selbst schuld!


Heintje jagt Frankenstein

Letzte Woche fand ich im Keller eine alte »TV Spielfilm« aus dem Jahr 1995. Wieso ich die Zeitschrift aufgehoben habe, weiß ich leider nicht mehr. Vielleicht lag es ja am aufreizenden Cover, das eine verrucht grinsende Sandra Bullock in schwarzer Unterwäsche abbildet.

Ein kurzes Durchblättern zeigte, wie wenig sich das Blatt in den letzten 18 Jahren verändert hat. Geändert hat sich höchstens das Fernsehprogramm. Schmachtfetzen wie »Heintje – ein Herz geht auf Reisen« wird man auf Sat1 wohl nie wieder zur Hauptsendezeit präsentiert bekommen. Am 22. Juli 1995 lief der Film gegen »Traumhochzeit«, »Das Traumschiff« und »Das Beste aus Geld oder Liebe«. Es war allerdings nicht alles schlecht am 22. Juli 1995, denn zu mitternächtlicher Stunde konnte man sich mit dem »Schulmädchenreport, Teil 5« (ebenfalls auf Sat1) über die kleinen und großen Ungerechtigkeiten des Lebens hinwegtrösten.

Mit Erstaunen stellte ich fest, dass ich damals die Angewohnheit hatte, alle Sendungen, die für mich von Interesse sein könnten, mit Textmarker hervorzuheben. Fernsehen hatte für mich offenbar einen wesentlich höheren Stellenwert als heute. Zweifellos wegen solcher Meisterwerke des Trashs wie »Dracula jagt Frankenstein«, den ich mir für den Abend des 25. Juni 1995 vorgemerkt hatte. Habe ich den Film damals tatsächlich gesehen? Keine Ahnung.

Dabei fällt mir ein, dass ich das Markieren von Fernsehprogrammen irgendwann aufgegeben habe. Ganz einfach, weil ich mir die meisten Sendungen am Ende sowieso nicht ansah, da ich offenbar Besseres zu tun hatte. Treuer Zuschauer war ich höchstens bei Serien wie »Picket Fences«, die heute fast vergessen sind, damals jedoch besonders dick von mir unterstrichen wurden. Viel interessanter indes sind die vielen Telefonnummern, die ich an den Rändern der Seiten notiert hatte. Wer zum Teufel war »Susi«?

Was beim Durchblättern der Zeitschrift besondern auffällt, ist die Tatsache, dass das Fernsehprogramm von 1995 in erster Linie von erbärmlichen Schrottfilmen und endlosen Wiederholungen jahrzehntealter Klassiker dominiert wurde. Kurz: Zwischen »gut« und »schlecht« klaffte eine enorme Kluft.

Heute dagegen sind Fernsehserien oft besser produziert als Spielfilme. Absoluter Müll wie »Das Geheimnis des Grabmals am Nil« (27. Juli 1995) wird höchstens im Nachtprogramm versendet. Der gute alte Softporno ist sogar gänzlich aus dem Fernsehen verschwunden. Die »Ausreißer« nach oben und unten sind weitgehend verschwunden, dafür haben wir ein Mittelmaß auf recht hohem Niveau.

In den letzten 18 Jahren hat sich auch mein Fernsehverhalten grundliegend geändert. Schuld ist sicher das Internet. Doch 1995 war vom Internet noch wenig zu spüren. Damals besaß ich zwar seit einem Jahr einen Computer, auf dem ich zunächst aber hauptsächlich herumdaddelte. Meine erste private Mailadresse kam erst fünf Jahre später. Heute verbringe ich wesentlich mehr Zeit im Internet als vorm Fernseher.

Zum Glück haben sich andere Dinge kaum verändert. Zum Beispiel sieht Sandra Bullock in schwarzer Unterwäsche heute fast genauso aus wie damals. Wobei mir einfällt: Photoshop gab es 1995 auch schon.

Bis nächste Woche!

Karsten

 Die gesammelten Kolumnen dieser Seite findet man im Blogbuch von wortmax.de. Eine weniger vollständige Auswahl findet man hier.

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